Soja – INFORMATIONEN
RUND UM DIE KULTUR

Soja – INFORMATIONEN
RUND UM DIE KULTUR

Die ursprünglich in Ostasien beheimatete Sojabohne (Glycine max.) gehört zur Gattung der Leguminosen (Fabaceae) – und gleichzeitig zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Weltweit ist die Sojabohne mit 133 Mio. ha Anbaufläche die bedeutendste Leguminose. Sie spielt eine wichtige Rolle in der Ölproduktion und gewinnt als Eiweißquelle für die Human und Tierernährung zunehmend an Bedeutung (Bundesinformationszentrum Landwirtschaft 2020). Die Kultursojabohne ist eine einjährige Kurztagpflanze. Ihre Pfahlwurzel erreicht Tiefen bis zu 120 cm und verfügt über stark ausgebildete Seitenwurzeln. Der Kurztagscharakter wurde durch die Züchtung verringert, ähnlich wie bei Mais. In der deutschen Landwirtschaft hat sich die Anbaufläche für Soja seit 2016 mehr als verdoppelt. Zurückführen lässt sich das auf Züchtungsfortschritte bei der Saat und die Eignung früher Sorten für unsere Breiten. Soja bildet stabile, behaarte Stängel aus und wird zwischen 60 und 100 cm groß. In Deutschland angebaute Sojabohnen variieren phänotypisch in der Wuchshöhe und der Verzweigung. Als Selbstbefruchter bildet Soja kleine weiße oder lilafarbene Blüten in der Blattachsel.

Der Anbau der Sojabohne in Deutschland wird zunehmend wichtiger, da nur etwa 3 % der jährlich benötigten Sojabohnen aus heimischer Produktion stammen. Der Rest wird vornehmlich aus den USA und Brasilien importiert. Das folgt einem Trend: Eiweißreiche Futtermittel sind in Europa gefragt und knapp, dabei werden mehr als 60 % des benötigten Pflanzeneiweißes importiert. Der Anbau von Soja in Deutschland spielt daher eine zunehmend wichtige Rolle für die Produktion von Futtermittel. Neben der hohen Nachfrage ist der Züchtungsfortschritt einer der Haupttreiber für den zunehmenden Anbau und die Ausweitung der deutschen Sojaanbaufläche. Frühe Sorten wie beispielsweise ABELINA und MARQUISE, erreichen mittlerweile beeindruckende Erträge bei der Ernte. Sie ermöglichen den rentablen Anbau auch in nördlicheren Breiten, ihre Aussaat ist auch in Deutschland profitabel. Seit Erfassung der deutschlandweiten Fläche für Sojaanbau hat sich der Umfang zwischen 2016 und 2021 bereits mehr als verdoppelt.

Zur Aussaat im Jahr 2016 betrug die Anbaufläche von Soja knapp 16.000 ha, wohingegen die Anbaufläche zur Aussaat im Jahr 2021 bereits 34.300 ha betrug. Ein Jahr später wurde bereits ein Anstieg auf 51.400 ha verzeichnet. Zukünftig ist eine weitere Ausweitung der heimischen Sojaanbaufläche prognostiziert. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass die deutschlandweite Anbaufläche einen Umfang von 100.000 ha erreicht.

KURZ GELESEN:

  • Soja liefert hochwertiges, gentechnikfreies Eiweiß aus heimischer Erzeugung
  • Bereichert Fruchtfolgen und belebt den Boden
  • Spart wertvollen Dünger | 50 – 60 % des Stickstoffbedarfs wird aus der Luft gedeckt
  • Wertvolle Körnerleguminose mit hohem Anteil an essenziell wichtigen Aminosäuren für die Ernährung von Menschen und Nutztieren | 35 – 46 % Protein
  • Keine Abholzung von Regenwald
  • Verringert die Importabhängigkeit
  • Steigende Nachfrage nach GVO-freien Sojabohnen aus nachhaltiger und rückverfolgbarer Produktion
  • Heimische Produktion unter deutschen Umweltauflagen und Sozialstandards
  • Der Anbau ist sinnvoll und rentabel

KURZ GELESEN:

  • Soja liefert hochwertiges, gentechnikfreies Eiweiß aus heimischer Erzeugung
  • Bereichert Fruchtfolgen und belebt den Boden
  • Spart wertvollen Dünger | 50 – 60 % des Stickstoffbedarfs wird aus der Luft gedeckt
  • Wertvolle Körnerleguminose mit hohem Anteil an essenziell wichtigen Aminosäuren für die Ernährung von Menschen und Nutztieren | 35 – 46 % Protein
  • Keine Abholzung von Regenwald
  • Verringert die Importabhängigkeit
  • Steigende Nachfrage nach GVO-freien Sojabohnen aus nachhaltiger und rückverfolgbarer Produktion
  • Heimische Produktion unter deutschen Umweltauflagen und Sozialstandards
  • Der Anbau ist sinnvoll und rentabel

Die ursprünglich in Ostasien beheimatete Sojabohne (Glycine max.) gehört zur Gattung der Leguminosen (Fabaceae) – und gleichzeitig zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Weltweit ist die Sojabohne mit 133 Mio. ha Anbaufläche die bedeutendste Leguminose. Sie spielt eine wichtige Rolle in der Ölproduktion und gewinnt als Eiweißquelle für die Human und Tierernährung zunehmend an Bedeutung (Bundesinformationszentrum Landwirtschaft 2020). Die Kultursojabohne ist eine einjährige Kurztagpflanze. Ihre Pfahlwurzel erreicht Tiefen bis zu 120 cm und verfügt über stark ausgebildete Seitenwurzeln. Der Kurztagscharakter wurde durch die Züchtung verringert, ähnlich wie bei Mais. In der deutschen Landwirtschaft hat sich die Anbaufläche für Soja seit 2016 mehr als verdoppelt. Zurückführen lässt sich das auf Züchtungsfortschritte bei der Saat und die Eignung früher Sorten für unsere Breiten. Soja bildet stabile, behaarte Stängel aus und wird zwischen 60 und 100 cm groß. In Deutschland angebaute Sojabohnen variieren phänotypisch in der Wuchshöhe und der Verzweigung. Als Selbstbefruchter bildet Soja kleine weiße oder lilafarbene Blüten in der Blattachsel.

Der Anbau der Sojabohne in Deutschland wird zunehmend wichtiger, da nur etwa 3 % der jährlich benötigten Sojabohnen aus heimischer Produktion stammen. Der Rest wird vornehmlich aus den USA und Brasilien importiert. Das folgt einem Trend: Eiweißreiche Futtermittel sind in Europa gefragt und knapp, dabei werden mehr als 60 % des benötigten Pflanzeneiweißes importiert. Der Anbau von Soja in Deutschland spielt daher eine zunehmend wichtige Rolle für die Produktion von Futtermittel. Neben der hohen Nachfrage ist der Züchtungsfortschritt einer der Haupttreiber für den zunehmenden Anbau und die Ausweitung der deutschen Sojaanbaufläche. Frühe Sorten wie beispielsweise ABELINA und MARQUISE, erreichen mittlerweile beeindruckende Erträge bei der Ernte. Sie ermöglichen den rentablen Anbau auch in nördlicheren Breiten, ihre Aussaat ist auch in Deutschland profitabel. Seit Erfassung der deutschlandweiten Fläche für Sojaanbau hat sich der Umfang zwischen 2016 und 2021 bereits mehr als verdoppelt.

Zur Aussaat im Jahr 2016 betrug die Anbaufläche von Soja knapp 16.000 ha, wohingegen die Anbaufläche zur Aussaat im Jahr 2021 bereits 34.300 ha betrug. Ein Jahr später wurde bereits ein Anstieg auf 51.400 ha verzeichnet. Zukünftig ist eine weitere Ausweitung der heimischen Sojaanbaufläche prognostiziert. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass die deutschlandweite Anbaufläche einen Umfang von 100.000 ha erreicht.