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SOJABOHNEN IN DER FÜTTERUNG –
CHANCEN UND GRENZEN

SOJABOHNEN IN DER FÜTTERUNG –
CHANCEN UND GRENZEN

Vielseitig einsetzbar, hochwertig im Eiweiß:
Sojaprodukte sind aus der heimischen Fütterung nicht mehr wegzudenken. Besonders durch ihren hohen Eiweißgehalt und die gute Amino­säurenzusammensetzung leisten
sie einen wichtigen Beitrag zu einer
effizienten Tierernährung – insbesondere bei Monogastriern.

Nährwertvergleich (pro kg Trockenmasse, bei 88 % TM)

Wichtig

Erst durch thermische Behandlung (Toasten, Pressen oder Extraktion) wird Soja voll verdaulich – insbesondere bei Schwein und Geflügel.

Einsatzempfehlung nach Tierart

Aufbereitung und Vermarktung

  • Pressung allein reicht nicht: zu hoher Restölgehalt (schlechtere Speckqualität bei Schwein)
  • Extraktion mit Hexan senkt Öl < 3 %, aber umwelt- und gesundheitsbedenklich
  • Empfehlung: Vertragsanbau und festgelegte Vermarktungswege schon vor dem Anbau

Ökologische Fütterung –
neue Vorgaben

  • Seit 01.01.2015 gilt:
    100 % Bio-Futter vorgeschrieben laut EU-Öko-Verordnung
  • Nur zugelassene Verarbeitungsschritte (keine konventionellen Extraktionsmittel)

Soja toasten – schonende Auf­bereitung für beste Futterqualität
Beim Toasten werden antinutritive Inhaltsstoffe der Sojabohne durch Erhitzen inaktiviert. Erst dadurch wird Soja für Tiere mit einhöhligen Mägen (z. B. Schweine, Hühner, Menschen) optimal verdaulich. Entscheidend ist das richtige Gleichgewicht: Zu wenig Hitze lässt schädliche Stoffe aktiv, zu viel Hitze zerstört wertvolle Proteine.

Wichtige Qualitätskennzahlen

Warum Toasten?

  • Antinutritive Stoffe (v. a. Trypsin­inhibitoren) blockieren die Proteinverwertung
  • Zielwert für Monogastrier: < 4 mg/g TIA (Trypsininhibitoraktivität)
  • Maillard-Reaktionen bei Über­hitzung verschlechtern Aminosäuremuster (Lysin, Methionin, Cystein, Tryptophan).

Sojabohnen sind ein wertvoller Eiweißlieferant – roh aber nur begrenzt einsetzbar.
Die richtige Aufbereitung ist entscheidend für die Tierart und den Einsatzzweck.
Preis und Verfügbarkeit müssen sorgfältig kalkuliert werden.

Vielseitig einsetzbar, hochwertig im Eiweiß:
Sojaprodukte sind aus der heimischen Fütterung nicht mehr wegzudenken. Besonders durch ihren hohen Eiweißgehalt und die gute Amino­säurenzusammensetzung leisten
sie einen wichtigen Beitrag zu einer
effizienten Tierernährung – insbesondere bei Monogastriern.

Nährwertvergleich (pro kg Trockenmasse, bei 88 % TM)

Wichtig

Erst durch thermische Behandlung (Toasten, Pressen oder Extraktion) wird Soja voll verdaulich – insbesondere bei Schwein und Geflügel.

Einsatzempfehlung nach Tierart

Aufbereitung und Vermarktung

  • Pressung allein reicht nicht: zu hoher Restölgehalt (schlechtere Speckqualität bei Schwein)
  • Extraktion mit Hexan senkt Öl < 3 %, aber umwelt- und gesundheitsbedenklich
  • Empfehlung: Vertragsanbau und festgelegte Vermarktungswege schon vor dem Anbau

Ökologische Fütterung –
neue Vorgaben

  • Seit 01.01.2015 gilt:
    100 % Bio-Futter vorgeschrieben laut EU-Öko-Verordnung
  • Nur zugelassene Verarbeitungsschritte (keine konventionellen Extraktionsmittel)

Soja toasten – schonende Auf­bereitung für beste Futterqualität
Beim Toasten werden antinutritive Inhaltsstoffe der Sojabohne durch Erhitzen inaktiviert. Erst dadurch wird Soja für Tiere mit einhöhligen Mägen (z. B. Schweine, Hühner, Menschen) optimal verdaulich. Entscheidend ist das richtige Gleichgewicht: Zu wenig Hitze lässt schädliche Stoffe aktiv, zu viel Hitze zerstört wertvolle Proteine.

Wichtige Qualitätskennzahlen

Warum Toasten?

  • Antinutritive Stoffe (v. a. Trypsin­inhibitoren) blockieren die Proteinverwertung
  • Zielwert für Monogastrier: < 4 mg/g TIA (Trypsininhibitoraktivität)
  • Maillard-Reaktionen bei Über­hitzung verschlechtern Aminosäuremuster (Lysin, Methionin, Cystein, Tryptophan).

Sojabohnen sind ein wertvoller Eiweißlieferant – roh aber nur begrenzt einsetzbar.
Die richtige Aufbereitung ist entscheidend für die Tierart und den Einsatzzweck.
Preis und Verfügbarkeit müssen sorgfältig kalkuliert werden.